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geschrieben von Thomas Breves
02 Jun 2017

Jadestädter halten die Klasse

© Michael Gohl

Klassenerhalt! Wohl selten ist den Spielern von Christian Köhrmann wohl eine solch immens große Last von den Schultern genommen worden. Am vorletzten Spieltag haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV die Zugehörigkeit zur Spielklasse um ein weiteres Jahr verlängert. Beim 29:27-Erfolg in der mit 2578 Zuschauern ausverkauften und brütend heißen Sporthalle "Am Hallo" machten es die Jadestädter aber richtig spannend. 

 

Der WHV legte von Beginn an ein hohes Tempo vor. Dabei fußte der Erfolg der ersten Halbzeit vor allem auf zwei Namen. Tobias Schwolow, der sechsmal einnetzte, und Adam Weiner im Tor. Der Routinier zwischen den Pfosten hatte sich scheinbar fest vorgenommen, seine Karriere nicht mit einem Abstieg zu beenden. Gleich dreimal parierte er in der ersten fünf Minuten, dreimal trafen seine Vorderleute und die 3:0-Führung war als gute Grundlage geschaffen. Doch auch in der Folge zeigte der Pole seine ganze Klasse. Schon am Ende der ersten 30 Minuten sollte er neun Paraden bei elf Gegentreffern auf dem Konto haben. 45 Prozent gehaltene Bälle – eine starke Quote. Zwar kamen die Essener Mitte der ersten Spielhälfte bis auf ein Tor heran, doch die Jadestädter ließen sich trotz eigener Fehlwürfe nicht beirren. 

 

Denn auch TuSEM war die Nervosität angesichts der Brisanz des Duells anzumerken. Mehr als einmal verlor das Team von Interims-Trainer Daniel Haase den Ball an die Sieben von Coach Christian Köhrmann. Der hatte in einer Auszeit in der 18. Spielminute offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Denn seine Mannschaft erhöhte den Druck und zog bis zum Pausenpfiff auf 16:11 davon.

 

In der zweiten Halbzeit geriet das Spiel des WHV ins Stocken. Im Angriff unterliefen den Jadestädtern zunehmend technische Fehler und Fehlwürfe und der zuvor sichere Weiner hatte auf einmal keinen Stich mehr gegen die sicher auftretenden TuSEM-Spieler. Er wich in der 44. Minute dem jungen Frederick Lüpke. Der hatte bereits im Hinspiel eine beeindruckende Leistung gegen die Nordrhein-Westfalen gezeigt. Doch zunächst blieb er blass. 

 

Die Partie wurde zum Zitterspiel. TuSEM Essen holte Zug um Zug auf und hatte mehrfach die Chance zum Ausgleich, doch dann kam der junge WHV-Keeper – und wie. Er setzte die entscheidenden Akzente und schuf damit die Sicherheit, die seine Mannschaft brauchte, um auch im Angriff wieder besonnener zu agieren. Ein Minute vor Schluss erhöhten die Jadestädter auf drei Tore, im Gegenzug vergab TuSEM und wirklich jeder in der Sporthalle "Am Hallo" wusste – das Ding ist durch.

 

Essen - Wilhelmshaven 27:29 (11:16)

TuSEM Essen: Bliß (1.-30.und 53.-60./9 P.) und Vargas (31.-53./3 P.) im Tor;  Beyer (7 Tore/3 Siebenmeter), Ellwanger (3), Hegemann (1), Roosna, Wöss (4), Kintrup (4), Szczesny (2), Müller, Seidel (1), Mürköster (5), Reißky.

Wilhelmshavener HV: Weiner (1.-44/9 Paraden) und Lüpke (44. - 60./3 P.) im Tor; Maas, Smits (4/1), Groß, Postel (4), Vorontsov (1), S. Köhler (4), Mertens (3), J. Köhler, Schweigart, Kozul, Schwolow (9).

Siebenmeter: TuSEM  3/3; WHV 1/1.

Zeitstrafen: TuSEM 2 (Hegemann und Seidel): WHV 4, Postel, Kozul (je eine) und Vorontsov (2).

Schiedsrichter: Julian Koppl und Denis Regner.

Zuschauer: 2578.

Tags: 2. Handball Bundesliga, Christian Köhrmann, Handball, Tobias Schwolow, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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9 TV Emsdetten
39:37
10 Dessau-Roßlauer HV 06
38:38
12 ASV Hamm-Westfalen
36:40
12 Wilhelmshavener HV 36:40
13 EHV Aue
36:40
15 HSG Konstanz
35:41

ASV Hamm-Westfalen