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geschrieben von Thomas Breves
10 Dez 2018

Wilhelmshaven gewinnt Punkt in Dessau

© Martin Storch

 bisschen ratlos haben die Spieler beider Mannschaften am Ende des Spiels auf dem Feld gestanden. Frederick Lüpke, Torwart des Wilhelmshavener HV, ließ sogar kurz den Kopf hängen. 27:27 leuchtete es von der Anzeigetafel in der Anhalt-Arena beim Dessau-Roßlauer HV. Ein Punkt ist für beide Mannschaften im Zweitliga-Abstiegskampf am Sonntagabend zu wenig gewesen. Die Jadestädter hatten am Ende sogar die besten Möglichkeiten die Partie für sich zu entscheiden.

 

 Die ersten 30 Minuten des Spiels in der Anhalt-Arena begannen verheißungsvoll, die Halbzeit selbst endete jedoch wieder einmal in einem zähen, mitunter unansehnlichem Ringen um Tore. Das galt allerdings für beide Mannschaften. Sowohl dem Gastgeber als auch den Jadestädtern stand das Wort Abstiegskampf buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Technische Fehler und Fehlwürfe mehrten sich auf beiden Seiten je fortgeschrittener die Zeit war. Dabei agierten die Wilhelmshavener nicht einmal schlecht, boten eine stabile Abwehr auf, die nur zwei Feldtore zuließ. Doch ihre Nachlässigkeiten im Angriff mündeten immer wieder in schnell vorgetragenen Angriffen der Dessauer. Dabei kam auch das erneut schwache Umschaltspiel des WHV zum Tragen. Denn das Gros der Tempogegenstöße wurde durch Kreisläufer Libor Hanisch vollstreckt, der nicht unbedingt zu den schnellsten Spielern der DRHV zählt. Das Attribut beanspruchen eher dessen Außenspieler für  sich. Doch da machte vor allem einer durch seine etwas ungestüme Art auf sich aufmerksam. Tomas Pavlicek pflückte Sebastian Maas bei dessen Abschluss in der zwölften Minute rabiat aus der Luft und erhielt dafür zurecht die Rote Karte von den Unparteiischen Timo Hoffmann und Thomas Horath.  Johannes Wasielewski (Disqualifikation nach Foul an Tobias Schwolow) und Matej Kozul (dritte Zeitstrafe) sollten ihm in der zweiten Spielhälfte auf die Tribüne folgen. Ersatzmann Jan Zahradnicek fand im Anschluss zweimal seinen Meister in WHV-Torwart Frederick Lüpke, der gesterndas Vertrauen von Trainer Christian Köhrmann erhielt. Ganz zurecht, wie sich in den ersten 30 Minuten zeigen sollte.

 

Die zweite Spielhälfte hielt das Niveau der ersten nicht – die Begegnung wurde deutlich besser. Das lag vor allem daran, dass es beide Mannschaften schafften, ihre Fehlerzahl deutlich zu reduzieren. Insbesondere René Drechsler profitierte nun vom besseren Aufbauspiel, gleich wohl die Wilhelmshavener stetig einen Rückstand hinterher liefen. Während Lüpke im Tor der Gäste seine Leistung weiter ablieferte, baute Dominik Plaue auf der Gegenseite beständig ab, wurde ausgewechselt, um am Ende doch wieder zwischen den Pfosten zu stehen. Die Schwachstelle im Tor des Gastgebers hatten nun auch die Jadestädter erkannt und warfen immer häufiger und immer mutiger in Richtung des Keepers. Beim 27:27 knapp 30 Sekunden vor Schluss blieb Drechsler dann aber mit seinem Wurf in der Abwehr hängen, Kuno Schauer scheiterte im Nachsetzen an der Latte.

Tags: 2. Handball Bundesliga, Dessau-Roßlauer HV, Wilhelmshaven, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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15 TV Großwallstadt 13:23
16 Dessau-Roßlauer HV 13:23
17 Bayer Dormagen 13:23
18 Elbflorenz Dresden 12:24
19 Wilhelmshavener HV 12:24
20 HC Rhein Vikings 3:33

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