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geschrieben von Jens Schipper
25 Feb 2019

Bartosz Konitz führt den Wilhelmshavener HV zum Sieg

© Jens Schipper

Einer, der voran geht, einer, der die Mannschaft  führt, einer, der den Unterschied macht: Mit Bartosz Konitz scheint der  Wilhelmshavener HV den lang ersehnten Handballer gefunden zu haben, der ihn seit geraumer Zeit  gefehlt hat. Christian Köhrmann verglich ihn nach der Zweitliga-Partie am Samstag gegen Bayer Dormagen bereits mit seinem Bruder Oliver Köhrmann. „Es ist unglaublich, wie er seine Mitspieler geführt und eingesetzt hat“, lobte der  WHV-Trainer seinen Neuzugang nach dem 34:24-Befreiungsschlag. Unglaublich,   weil Konitz gerade einmal eine Trainingswoche mit der Wilhelmshavener Mannschaft absolvierte, jedoch ablieferte, als wäre er schon seit Monaten dabei. „Es hat einfach alles gepasst“, freute sich der 34-Jährige nach seinem sehr überzeugenden Heimdebüt in der Nordfrost-Arena.

#Wilhelmshaven!!! Das war Kampf, das war Leidenschaft! #Heimsieg!!! 34:24

Gepostet von Wilhelmshavener HV e.V. am Samstag, 23. Februar 2019

 

 

Anfängliche Probleme hatten dagegen die 1096 Zuschauer und zwar mit dem Namen des Polen, dessen Aussprache zugegebenermaßen ein paar Stolperfallen mit sich bringt. Das erste Mal hatte Hallensprecher Stephan Reiners diesen kurz vor der Partie bei der üblichen Spielervorstellung  vom Publikum eingefordert. Während Reiners Konitz-Vornamen durch das Hallenmikro mit voller Stimme ankündigte und damit selbst die Anhänger, die noch draußen an der Bratwurstbude standen, erreichte, fiel die Antwort eher verhalten aus. Nach vier gespielten Minuten, als der Neuling seinen ersten Treffer für den WHV erzielen sollte, folgten ebenfalls nur wenige dem Aufruf. Bei den vorherigen Toren der Hausherren durch Evgeny Vorontsov und Daniel Andrejew hingegen, war es Reiners gelungen, die ganze Arena zu animieren – abgesehen von den etwa 20 mitgereisten Fans aus Dormagen. Doch auch der Name Konitz sollte an diesem Abend noch seine Runde  in der Nordfrost-Arena machen.

 

Dabei trug der Pole während der 60 Minuten ein falsches Trikot bzw. er lief mit dem falschen Namen auf. Denn auf seinem Dress mit der Nummer 24 hatte am Samstag „Josef“ gestanden. Das neue Outfit war nicht rechtzeitig zum Heimdebüt eingetroffen, sodass er mit dem von Jan Josef, dessen Vertrag im Dezember aufgelöst wurde, auflaufen musste – was ihn aber nicht weiter beschäftigen sollte. Dafür hatte er auch keine Zeit, denn sowohl in der Abwehr als auch im Angriff wurde er gebraucht. Der 34-Jährige agierte überlegt, traf  fast nur richtige Entscheidungen und verlieh seiner Mannschaft damit auch die nötige Stabilität, die dem WHV während der Spiele in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder verloren ging. „Er hat auch in stressigen Situation die Ruhe behalten“, freute sich Christian Köhrmann über den Last-Minute-Neuzugang, der vom Liga-Rivalen aus Hagen gekommen war. 

 

Voll des Lobes waren auch seine Teamkameraden: „Er hat einen super Job gemacht und das nach nur einer Trainingswoche. Als Mittelmann ist das nicht einfach, das ganze Playbuch und alles muss man im Kopf haben, das hat er super gemacht“, zeigte sich auch Daniel Andrejew   nach der Partie überrascht. Die passende Erklärung dafür lieferte  Torhüter Dennis Doden: „Dass er sich so schnell  einbringen kann, ist natürlich auch seiner Erfahrung geschuldet. Hinzu kommt, dass er keiner ist, der still in der Ecke sitzt, sondern sehr kommunikativ ist. Deshalb fällt es auch relativ  leicht, ihn in der Mannschaft zu integrieren.“

 

Dabei hätte  der WHV-Keeper  mit 16 Paraden auch selbst das Zeug zum Mann des Spiels gehabt. Dass Konitz ihm da aber ein Strich durch die Rechnung machte, damit konnte er leben. An das gute Auswärtsspiel in Aue knüpfte Doden   am Samstag nahtlos an – auch dank der guten Arbeit seiner Vorderleute. Während der ersten acht Minuten blieb er sogar ohne Gegentreffer. Die daraus resultierende Vier-Tore-Führung sollte schlussendlich auch den Grundstein für den so wichtigen Heimerfolg bilden.  Glücklich war auch Bartosz Konitz: „Ich bin froh, hier zu sein und helfen zu können. Die Woche über haben wir viel gespielt, das hat mir persönlich sehr geholfen. Nun gilt es, den Schwung mit in die nächsten Spiele zu nehmen“, blickte der 34-Jährige voraus.

Tags: 2. Handball Bundesliga, WilhelmshavenZurück zur Übersicht
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15 TSV Bayer Dormagen 18:32
16 TV Großwallstadt 17:33
17 VfL Eintracht Hagen 17:33
18 HC Elbflorenz Dresden 16:34
19 Wilhelmshavener HV 16:34
20 HC Rhein Vikings 5:45

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