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geschrieben von Thomas Breves
01 Mär 2019

WHV muss sich gegen Hüttenberg beweisen

© Jochen Schrievers

Wenn es in den vergangenen Wochen eine Partie gab, deren Ergebnis  der Wilhelmshavener HV in der Wichtigkeit und Wertigkeit kaum hätte höher hängen können, so war es wohl die am vergangenen Samstag. „Es war das Spiel der Saison. Wir haben gezeigt, wir sind noch da, wir leben noch“, sagt Dieter Koopmann, Teammanager des Handball-Zweitligisten. Das 34:24 hat der Mannschaft ein wenig Leichtigkeit zurückgegeben, wenngleich Trainer Christian Köhrmann vor großer Euphorie warnt: „Keiner sagt, dass nach einem gewonnenen Spiel Friede, Freude, Eierkuchen ist!“ Der WHV muss nachlegen, auch wenn der Gegner heute Abend nicht unbedingt zu den bequemsten der Liga zählt. Es geht zum Erstliga-Absteiger TV Hüttenberg. Mit den Mittelhessen hat die Köhrmann-Sieben noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel in eigener Halle ging nach einer 14:10-Pausenführung noch mit 22:26 verloren.
„Es erwartet uns ganz viel in Sachen Sport“, sagt Koopmann. „Man riecht und spürt die Historie in der Halle“, blickt er mit Spannung auf die Heimstätte der Gastgeber. Das Sportzentrum fasst gerade einmal 1600 Zuschauer, die aber machen aus der Halle bei den  Heimspielen regelmäßig einen Hexenkessel. Auch die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic wird die Jadehandballer vor eine etwas andere Aufgabe stellen als noch zuvor Bayer Dormagen. „Die Hüttenberger Abwehr ist darauf angelegt, das gegnerische Spiel kaputt zu machen“, erklärt Köhrmann die Strategie des Gegners. Offensive Deckungsvarianten bestimmen demnach die Defensive, der Spielfluss der angreifenden Mannschaft soll schnell unterbrochen werden oder bestenfalls gar nicht zustande kommen. Offensive Abwehrreihen sind immer dann zu knacken, wenn der Gegner beweglich ist, viel Laufbereitschaft ohne Ball zeigt und damit für Unruhe im Deckungsverbund sorgt.

 Im Angriff haben die Mittelhessen buchstäblich die Ruhe weg. Nur selten wird ein Angriff abgeschlossen, bevor nicht die Unparteiischen den Arm heben und drohendes Zeitspiel ankündigen. Die gefühlt minutenlangen Angriffe müssen mit ebensolcher Geduld ausgehalten werden. Wer zuerst ungeduldig heraustritt, hat beinahe schon verloren. Das hatten im Hinspiel die Außenspieler des WHV. „Das darf uns diesmal nicht passieren“, sagt Köhrmann, der auf seinen neuen Abwehrstrategen Miladin Kozlina und seine ordnende Hand baut. An seiner Seite kommt auch dem in dieser Saison bisher eher blassen Daniel Andrejew eine immer wichtigere Rolle zu. Dieser massive Innenblock will erst einmal überwunden werden. Andrejew profitiert dabei von der Erfahrung, die Kozlina mitbringt. Jeder einzelne im Team hat aus den Neuzugängen individuell Kapital geschlagen, sind sich Koopmann und Köhrmann sicher. Nun gilt es, die Leistung aus dem Dormagen-Spiel zu verstetigen.

Tags: 2. Handball Bundesliga, TV 05/07 Hüttenberg, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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15 TSV Bayer Dormagen 18:32
16 TV Großwallstadt 17:33
17 VfL Eintracht Hagen 17:33
18 HC Elbflorenz Dresden 16:34
19 Wilhelmshavener HV 16:34
20 HC Rhein Vikings 5:45

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