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geschrieben von Dennis Maslo
11 Mär 2019

Wilhelmshaven gelingt Befreiungsschlag

© Robert Szkudlarek

Dass die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV noch ein einmal zittern müssen, hätten sie wohl zur Halbzeitpause in der Begegnung mit dem VfL Eintracht Hagen nicht gedacht. Die Jadestädter legten stark los und ein Dennis Doden in Topform hielt das eigene Tor dicht. Schnell setzten sie sich ab und führten zur Pause sogar mit 20:12. Doch dann machten sie es unfreiwillig spannend, denn nach der Halbzeitunterbrechung wollte nichts mehr so richtig zusammenlaufen. Dass dann noch zwei WHV-Spieler  das Feld nach  Roten Karten verlassen mussten, hat die Lage noch einmal zugespitzt. Denn ohne Duncan Postel und Daniel Andrejew standen die Jadestädter plötzlich ohne Kreisläufer da. Das nutzten die Hagener eiskalt aus und holten auf, sodass der Vorsprung des WHV in der 59. Minute auf gerade mal ein Tor geschmolzen war, doch Evgeny Vorontsov behielt einen kühlen Kopf und traf in den entscheidenden Minuten zum 33:31-Sieg für den WHV.
Doch noch einmal zurück zum Anfang: Das Duell der beiden Teams wurde im Vorfeld als Wettstreit im Kampf um den Klassenerhalt angepriesen. Beide Mannschaften kämpfen um den Verbleib in der zweiten Liga – wobei Hagen zwar eine bessere Ausgangslage hatte, doch die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt steht seit etlichen Spielen ohne Sieg dar. Aber auch für die Jadestädter galt es die wichtigen Punkte zu holen, um ein wichtiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt zu setzen. Beide Teams standen in der Pflicht, zu siegen.
Dies ließen sich die Jadestädter jedoch nicht anmerken – sie behielten in den wichtigen Momenten einen kühlen Kopf und starteten selbstsicher. Kein Wunder, denn bei den vorherigen elf Aufeinandertreffen der Teams (während der gesamten Vereinsgeschichte) setzten sich die Jadestädter insgesamt acht Mal durch – übrigens auch beim Hinspiel. 
Während Dennis Doden mit starken Paraden zeigte, dass er in Topform war, spielten die Wilhelmshavener auch im Angriff weitgehend konsequent. In den ersten Spielminuten überrumpelten sie die Hagener, sodass sie nach 23. Minuten bereits 15:9 führten. Besonders stark waren auch die Angriffe über die beiden Außenpositionen – die Zuschauer sahen eine Wilhelmshavener Mannschaft, bei der alles zusammenpasste. Zumindest in den ersten 30 Minuten. Denn nach der Pause verlor sie den Faden. 
Sie fing sich direkt nach dem Wiederanpfiff schnelle Gegentore und bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung sah Duncan Postel die Rote Karte und musste das Feld verlassen. Für ihn kam Daniel Andrejew zurück auf die Platte, doch keine zehn Minuten später zeigte das Schiedsrichtergespann auch ihm die Rote Karte, gefolgt von der Blauen Karte wegen eines Schubsers. Nun durfte Matej Kozul als Kreisläufer einspringen. Für den WHV galt es, sich über die Zeit zu retten, während die Hagener immer weiter aufschlossen. 
Als die Tordifferenz kurz vor dem Spielende auf einen Zähler geschmolzen war, behielt Evgeny Vorontsov einen kühlen Kopf. Mit zwei Treffern rettete er sein Team und führte es nicht nur zum Sieg, sondern setzte mit den Wilhelmshavenern ein deutliches Zeichen im Kampf gegen den Abstieg.

Tags: 2. Handball Bundesliga, Evgeny Vorontsov, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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15 TSV Bayer Dormagen 18:32
16 TV Großwallstadt 17:33
17 VfL Eintracht Hagen 17:33
18 HC Elbflorenz Dresden 16:34
19 Wilhelmshavener HV 16:34
20 HC Rhein Vikings 5:45

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