jeversches-wochenblatt.de & harlinger.de präsentieren:
geschrieben von Dennis Maslo
15 Mär 2019

Der Gegner wechselt, aber das Ziel bleibt

Während die Zweitligahandballer des Wilhelmshavener HV bei nervenschwachen Zuschauern in der Vorwoche gegen den VfL Eintracht Hagen in den Schlussminuten für Schockstarre gesorgt haben, verspricht auch die Partie am Samstag besondere Spannung. Dabei reist mit dem HSC 2000 Coburg der Tabellenzweite an, der noch immer den ersten Platz der Rangliste fest im Blick hat und dementsprechend auf einen Sieg in der Nordfrost-Arena aus ist. Aufseiten der Jadestädter gab es dagegen einige gravierende Probleme bei der Vorbereitung auf das Spiel – sie waren das Opfer einer Krankheitswelle, weshalb zahlreiche Spieler auf das Training verzichten mussten. Dennoch ist der WHV-Trainer Christian Köhrmann optimistisch: „Das hat nichts damit zu tun, dass sich dadurch irgendwas an der Zielsetzung für das Wochenende ändert.“

Sechs Spieler listet der WHV-Coach auf, wenn es darum geht, die kranken Spieler aufzuzählen. Doch mittlerweile haben sich die meisten wieder erholt und haben kurzfristig wieder das Training aufgenommen. Während bei einigen Spielern noch unklar ist, ob sie fit genug sein werden, um dem Tabellenzweiten 60 Minuten lang Gegenwehr zu bieten, ist schon im Vorfeld klar, auf wen Köhrmann verzichten muss. Daniel Andrejew sah im Spiel gegen Hagen die Blaue Karte nach einem Schubser und ist für die heutige Partie gesperrt.
Klar ist für Köhrmann auch, wie das Spiel angegangen werden soll. Im Hinspiel unterlag der WHV mit 31:35, nachdem es deutliche Probleme in der eigenen Abwehr gab. „Da haben wir keinen Zweikampf gewonnen“, sagt der Trainer. Die Folge war damals eine spontane Umstellung. Ob der WHV auch heute mit einer 4:2-Abwehr agiert, lässt Köhrmann allerdings nicht durchblicken. 

Umso mehr fokussiert er sich dafür aber auf die Stärke des anstehenden Kontrahenten. Nicht ohne Grund ist Coburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Samstagabend tritt ein erfahrenes Team in der Nordfrost-Arena an, das auch in brenzligen Situationen sicher und routiniert Entscheidungen trifft. „Da sieht man die individuelle Stärke“, erklärt Köhrmann. Fünf Mal trafen die beiden Teams schon aufeinander. Dabei setzte sich der WHV ein Mal durch – in der Saison 2014/15, danach folgten Siege der Coburger. Zumindest bis zum Jahr 2017 – da waren sie zuletzt in der Jadestadt und der WHV rang ihnen ein 25:25-Remis ab. Ob die damalige Leistung auf den Gegner zurückzuführen ist, weiß Köhrmann nicht: „Wir können erst nach dem Spiel sehen, ob die uns liegen oder nicht“, sagt er mit einem Lächeln. 
Klar ist jedoch schon vorab, dass zwei Teams aufeinandertreffen, die vor allem in der Anfangsphase schnell den Gegner unter Druck setzen. Besonders deutlich wurde dies beim Blitzstart der Wilhelmshavener im Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen, bei dem sie den Gegner überrumpelten und schnell in Führung gingen. Somit wird vor allem der Start ein wichtiger Ausschlagpunkt für die Partie sein – die hoffentlich nicht so spannend wird, wie die vergangene. 

Tags: 2. Handball Bundesliga, Handball, Wilhelmshaven, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:
Mitteilung:
Tage Std Min Sek

Video


Anzeige

Tabelle


15 TSV Bayer Dormagen 18:32
16 TV Großwallstadt 17:33
17 VfL Eintracht Hagen 17:33
18 HC Elbflorenz Dresden 16:34
19 Wilhelmshavener HV 16:34
20 HC Rhein Vikings 5:45

ASV Hamm-Westfalen