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geschrieben von Kathrin Kraft
24 Mär 2019

Wilhelmshavener Hurra-Handball hilft nicht weiter

© Jochen Schrievers/Archiv

Es war vor allem die erste Halbzeit, die bei Christian Köhrmann ratlose Blicke und Kopfschütteln hervorrief. Der Trainer des Wilhelmshavener HV musste im Zweitliga-Spiel seiner Handballer beim TV Emsdetten mit ansehen, wie sie völlig ohne Grund aber eindeutig selbstverschuldet in einen Rückstand gerieten, der schon nach 18 Minuten zehn Tore betrug. 6:16 stand es da.

 

„Die erste Halbzeit konnten wir total vergessen“, fasste er knapp zusammen. „Wir haben vorne im Hurra-Stil agiert.“ Die WHV-Akteure agierten schlichtweg zu hastig, sie trafen schnelle Entscheidungen, die sich oft als falsch herausstellten, schlossen zu früh ab und riskierten dadurch Fehlwürfe und Ballverluste. Christian Köhrmann sah sich gezwungen, nach sechs Minuten die erste Auszeit zu nehmen und nach 15 absolvierten Spielminuten schon die zweite hinterher zu schieben. Wann ihm das zum letzten Mal passiert ist, vermochte er nicht zu sagen. „Das ist schon selten“, sagte er bedeutungsvoll.

 

Tatsächlich sei die Partie ein Spiegelbild der vergangenen drei Jahre in Emsdetten gewesen. „Zuhause, mit den Zuschauern im Rücken, war immer alles gut. Da haben wir den Ball gut laufen lassen. Aber in Emsdetten haben wir zu individuell agiert und dem Gegner so klare Situationen ermöglicht“, beschreibt Köhrmann. Eine Erklärung für dieses Verhalten seiner Sieben hat er allerdings nicht.

 

Mit einigen Umstellungen sei die zweite Halbzeit schließlich solide gewesen, mit Sebastian Maas (acht Treffer) und Torwart Frederik Lüpke hätten auch Spieler ihre angestammte Leistung erbracht. Im Gesamten aber konnte der Trainer mit der 30:38-Niederlage bei weitem nicht zufrieden sein. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, fasste er zusammen. 

 

Zumindest ein klein wenig positiv stimmten ihn die Niederlagen der beiden Ost-Clubs Dessau-Rosslauer HV und HC Elbflorenz, welche den Punkteabstand gleich bleiben lassen. Und er freut sich auf das Heimspiel gegen TuSEM Essen am kommenden Samstag. Denn: „Zuhause tut gut“, weiß der Coach.

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15 TSV Bayer Dormagen 18:32
16 TV Großwallstadt 17:33
17 VfL Eintracht Hagen 17:33
18 HC Elbflorenz Dresden 16:34
19 Wilhelmshavener HV 16:34
20 HC Rhein Vikings 5:45

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