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geschrieben von Jochen Schrievers
10 Jun 2019

Wilhelmshaven gewinnt gegen Nordhorn-Lingen

© Timon Schneider

 Wilhelmshavener HV hat am letzten Spieltag den kommenden Erstligisten HSG Nordhorn-Lingen mit 31:30 bezwungen. Dennoch müssen die Jadehandballer die zweite Liga verlassen. Hätte die Köhrmann-Sieben so eine Leistung, wie sie sie  am Samstag abgeliefert hat, konstant über die Saison gezeigt, hätte sie mit dem Abstieg nichts zu tun gehabt. Hätte, hätte Fahrradkette – letztendlich spielt es keine Rolle, was gewesen wäre wenn. Spekulationen, wie der Saisonendspurt gelaufen wäre, wenn am vorletzten Spieltag Dessau und Emsdetten verloren hätten, sind sinnlos. 

Heute müssen wir uns leider geschlagen geben. Wir gratulieren dem @wilhelmshavenerhv zum Heimsieg??! Morgen möchten wir...

Gepostet von HSG Nordhorn-Lingen am Samstag, 8. Juni 2019

 

Ein Muster ohne Wert war der Sieg gegen Nordhorn aber  keinesfalls. Die Wilhelmshavener haben bewiesen, dass sie es können und gehen mit diesem Wissen in die Sommerpause und die neue Saison. Und da ist das Ziel klar definiert. „Wir kommen wieder“, sagte WHV-Manager Dieter Koopmann mit fester Stimme. In dieser Aussage spiegelte sich der Frust über den Abstieg ebenso wider, wie die Kampfansage, die er schon jetzt an die künftigen Konkurrenten sendete.

 

Auf der Platte präsentierten sich die Jadehandballer als Einheit, die gemeinsam ein klares Ziel verfolgt. Genau diese Einstellung war es, die den  Wilhelmshavenern im Laufe der Saison immer wieder abhanden gekommen war. „Wir haben uns als Mannschaft noch einmal zusammen gerissen. Das haben wir nicht immer geschafft“, sagte Fabrice Lehmann nach der Partie. Er wird künftig nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft gehören, sondern seine Schuhe für die Zweite schnüren. „Wenn Not am Mann ist, helfe ich aber gerne aus. Ich werde versuchen, mir alle Heimspiele anzugucken“, erklärte er. Sein Fokus wird sich aber insgesamt verlagern. „Jetzt bereite ich mich erst einmal auf die Geburt meines ersten Kindes vor“, sagte er über die künftige erste Priorität in seinem Leben.

 

Für ihn war die Partie gegen Nordhorn ein versöhnlicher Abschluss. Nachdem der WHV über die gesamte Spielzeit geführt hatte, wurde es in den letzten Minuten noch einmal eng. Die HSG glich zum 29:29 aus. Die Jadehandballer legten vor, Nordhorn markierte das 30:30. In den letzten Sekunden der Begegnung landete der Ball bei Lehmann, der sich ein Herz fasste und das Leder über HSG-Torwart Bart Ravensbergen zum 31:30 in die Maschen legte.  Entsprechend groß war der Jubel der Zuschauer auf den Rängen und seinen Mitspielern auf der Bank. 

 

Eine Premiere feierte Miladin Kozlina am Samstag. Der Abwehrspezialist trug sich zum ersten Mal seit seinem Wechsel an die Jade in die Torschützenliste ein – und das gleich doppelt. 
Bei aller Freude über den Erfolg zum Saisonausklang war das letzte Spiel auch mit einigen Abschieden verbunden. Neben Lehmann, der zumindest im Verein bleibt, werden in der kommenden Saison einige weitere Namen nicht mehr auf dem Spielberichtsbogen stehen. Miro Schluroff wechselt zu den Füchsen nach Berlin, Janik Köhler spielt nach der Sommerpause für den TV Cloppenburg. Daniel Andrejew zieht es nach Weißrussland und Frederick Lüpke nach Aurich. Auch Dennis Doden wird  den WHV verlassen. Zudem räumt Christoph Dannigkeit seinen Platz als Torwarttrainer.
Die verbliebenen Spieler haben jetzt bis Mitte Juli Zeit, ehe die erste gemeinsame Trainingseinheit ansteht. Für das Team hinter der Mannschaft läuft die Vorbereitung hingegen schon auf Hochtouren. Schließlich gilt es, die entstandenen Lücken zu füllen und den Kader breit genug aufzustellen, um den angepeilten, direkten Wiederaufstieg zu schaffen. 

Tags: 2. Handball Bundesliga, Christian Köhrmann, HSG Nordhorn-Lingen, Wilhelmshaven, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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19 Wilhelmshavener HV 16:34
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